Völkische Siedler im Norden Vorträge und Workshops

Mi. 27.05.2026 19:00 Uhr
Gemeindehaus, Schleswiger Str. 57, Kiel

Der Begriff ›Völkische Siedler‹ ist über 100 Jahre alt. Spätestens seit 1920 planten Nationalisten Siedlungen für ›reinrassige Deutsche‹. Unter dem Motto ›Lebensraum im Osten‹ brach man 1939 in Polen ein. Nach 1945 wuchs in Nazi- und Neonazikreisen das Interesse weiterhin, ›den Osten mit Deutschen zu besiedeln‹. Man plante Siedlungen für Selbstversorger, eine nationalsozialistische Infrastruktur und Dörfer ohne Ausländer, Juden oder ›Zigeuner‹. Führend dabei die NPD und etwa der Rassist Jürgen Rieger. Seit der Wende konzentrierte man sich vornehmlich auf Ostdeutschland, insbesondere Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen. Die Mischung aus Siedlungen, Selbstversorgerhöfen und Bildungszentren mit oft rechsextremistischem Hintergrund gibt es seit längerem auch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Alle Generationen sind beteiligt und haben über Jahrzehnte ein festes Netzwerk aufgebaut – auch bei uns in unmittelbarer Nähe zu Kiel. Der Vortrag gibt einen kurzen geschichtlichen Überblick zu rechtsgerichteten Selbstversorger-Projekten und beschreibt völkisches Siedeln und rechtsmotivierte (Bio-)-Landwirtschaft der Gegenwart. Zweck des Vortrags ist es, auf eine drohende Gefahr von rechts aufmerksam zu machen, die oft unerkannt bleibt, weil die Tarnung funktioniert.

Eine anschließende Diskussion wäre wünschenswert.

Vortrag von Martin Rzeszut (Dauer etwa 45 Minuten)
Mittwoch 27.Mai 2026 | 19:00 Uhr | Gemeindesaal

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