Die Michaelisgemeinde in Hassee und ihr Kirchenneubau von 1919/11

Inneres der Michaeliskirche, Zustand nach der Fertigstellung, Foto um 1920Die Kirche Die Michaeliskirche ist nicht mehr nach Osten ausgerichtet, wie dies im Kirchenbau bis ins 18. Jahrhundert Tradition war, sondern ist in ihrer Lage nach den Straßenzügen Wulfsbrook und Schleswiger Straße ausgerichtet. Die Stadtteilkirche wurde als Akzent in das vorgegebene, städtebauliche Umfeld eingefügt. Der von einem mächtigen Satteldach abgeschlossene Saalbau wird zur Schleswiger Straße hin durch einen monumentalen, querrechteckigen Turm betont. Dessen steiles Walmdach trägt einen Dachreiter mit kupfergedeckter Welscher Haube. Zum Wulfsbrook hin ist die Fassade durch hohe Rechteckfenster mit kleinteiliger Versprossung gegliedert. Auf der Gegenseite ist dem Hauptbau ein niedriger, zweigeschossiger, seitenschiffartiger Trakt angefügt, über dessen Gauben mit Dreieckgiebeln die innen liegende Empore belichtet wird. Alle Eingänge, je zwei an Chor und Turm, sind von einer rustizierenden Rahmung gefasst, das Hauptportal zur Schleswiger Straße wird durch einen Dreieckgiebel zusätzlich hervorgehoben. Links des Haupteingangs ist ein Standerker mit Kegeldach dem Turm mittig vorgesetzt. Recht vom Haupthaus erinnert ein Gedenkstein an den ersten Gemeindepastor Hinrich Ketels. Das Küsterhaus im gleichen Stil ist dem Kirchenbau chorseitig über eine Tordurchfahrt einfallsreich angefügt.
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